Gemeindebrief der Evangelischen Gemeinde Pattaya
01.04.2026 Ausgabe 04/2026
Liebe Schwestern und Brüder in Christo,
auch im Maerz gab es neben dem umfangreichen Programm des Begegnungszentrums Pattaya wieder einige Highlights, die wir an dieser Stelle noch einmal Revue passieren lassen wollen. Unser umtriebiger Veranstaltungsmanager Rio hat mit vielen ehrenamtlichen Helfern eine tolle “Oldies Night” auf die Beine gestellt - vielen Dank an alle!
Das Begegnungszentrum und unsere Gemeinde findet immer mehr Interesse. Deshalb habe ich gerne zwei Einladungen zu Podcast-Gesprächen wahrgenommen. Zunächst war ich zu Gast bei Stefan und Wolfgang Payer, wo ich in der ersten von zwei Folgen über meine Arbeit als evangelischer Pastor in Pattaya und die Aktivitäten unserer Gemeinde interviewt wurde. Der zweite teil Über das Begegnungszentrum folgt in baldiger Bälde.
Nachdem die Youtuber Samy und Markus angefragt hatten, habe ich sie zu uns ins Begegnungszentrum eingeladen, woraus ein weiterer Bericht entstand.
Auch unsere Frauengruppe war im März wieder sehr rührig. Der von Ev und Karin organisierte Osterbasar wurde gut angenommen und die Einnahmen kamen in voller Höhe unserem Zentrum zugute. Danke !
Auch wenn im März traditionell der Rückflug unserer Zugvögel beginnt, waren unsere beiden Gottesdienst mit durchschnittlich knapp 50 Teilnehmern noch sehr gut besucht.
Jetzt freuen wir uns auf den geistlichen Höhepunkt des Monats April: das Osterfest. Mit unserer letzten Abendveranstaltung in dieser Saison, dem Maifest am 02.05., drei Gottesdiensten und vielen attraktiven Freizeitangeboten und Gesprächsmöglichkeiten ist das BZP auch im April der Ort, an dem Menschen guten Willens einander begegnen.
In diesem Sinne ihr Lieben, euch allen ein gesegnetes Osterfest, bleibt stabil und behütet,
Ihr und euer Pastor Peter
Beide Amtskirchen verlieren weiter Mitglieder
Das Schrumpfen der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland hält an. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Mitglieder der Großkirchen um etwa 1,13 Millionen, wie aus den von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlichten Statistiken für 2025 hervorgeht. Grund für den anhaltenden Rückgang sind weiter hohe Austrittszahlen und Sterbefälle. Die Zahl der kirchlich organisierten Protestanten verringerte sich noch etwas stärker als in der katholischen Kirche um etwa 580.000 auf etwa 17,4 Millionen. Die Zahl der Kirchenaustritte blieb nach der von der EKD veröffentlichten Statistik mit etwa 350.000 auf dem Niveau des Vorjahres.
Wie schön, dass die Entwicklung unserer unabhängigen und ökumenisch ausgerichteten Evangelischen Gemeinde Pattaya asymmetrisch verläuft. Am 15.12.2024 mit 45 Mitgliedern gestartet, zählt die Protestant Congregation Association Pattaya heute rund 120 Mitglieder. Auch unsere Gottesdienst waren mit durchschnittlich 42 Besuchern in 2025 sehr gut besucht. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Gemeinde und ihr Pastor sich auf die eigentlichen Aufgaben einer christlichen Gemeinschaft fokussieren: die zeitnahe und verständliche Verkündigung des Wortes Gottes und das Dasein für und das Kümmern um den Mitmenschen? In jedem Fall werden wir uns auch weiterhin von einer woken EKD mit ihrer rot-grünen Agenda und dem Befeuern von ausgrenzenden Brandmauern inhaltlich abgrenzen und allen Christen, egal aus welcher Denomination sie kommen mögen, eine geistliche Heimat hier in Pattaya und in Thailand bieten.
Humor I
Vier Geistliche sitzen nach getaner Arbeit am Montag zusammen.
„Wisst Ihr,“ sagt der eine, „wir sind doch wirklich gute Freunde. Vielleicht nutzen wir die Gelegenheit einmal, um uns über unsere Probleme auszusprechen.“ Alle nicken zustimmend. „Lasst mich Euch anvertrauen, dass ich zuviel trinke.“, bekennt der erste. Der zweite: „Ich wage zu gestehen, dass ich der Spielleidenschaft fröne. Mich hat sogar schon der Wunsch heimgesucht, Geld aus dem Opferstock zu nehmen.“ Darauf der dritte: „Ich habe Zuneigung zu einer Frau in meiner Gemeinde gefasst – und sie ist sogar verheiratet.“ Schließlich soll der Vierte auch sein größtes Problem äußern. „Nun ja, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber mein Problem ist: Ich bin eine furchtbare Klatschtante und kann kein Geheimnis für mich behalten…
Humor II
Eines wunderschönen Tages klingelt das Telefon beim Papst: „Hallo, hier spricht Gott. Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.“ Papst: „Zuerst die gute Nachricht!“ Gott: „Ich habe beschlossen, die ganze Welt unter einer gemeinsamen Kirche zu verbinden.“ Papst: „Großartig, daß ist genau das, wofür wir die ganzen Jahre gearbeitet haben. Und was ist die schlechte Nachricht?“ Gott: „Ich rufe aus Wittenberg an …“
Unsere nächsten Gottesdienste im April:
Ostern: Woher der Name wirklich kommt und was er bedeutet
Die Ursprünge des Wortes "Ostern" sind geheimnisvoll. Die Bedeutung des Osterfests für Christ:innen ist immens. Es ist das älteste Fest der christlichen Gemeinschaft, seine Botschaft von der Überwindung des Todes ist zentral für das Christentum. Doch was ist eigentlich mit dem Wort Ostern? Woher stammt es und was bedeutet es genau? Die schlechte Nachricht gleich vorneweg: Wir wissen es nicht genau. Nachfolgend vier Theorien, die den Namen des wichtigsten christlichen Fests erklären sollen.
Die erste Theorie geht davon aus, dass der Name der germanischen Frühlingsgöttin Ostara Pate für das wichtigste christliche Fest stand. Und Ostara bedeutet nichts anderes als “Osten”. Die Göttin war laut germanischer Mythologie auch noch für Fruchtbarkeit und die Morgenröte zuständig. Was hat die heidnische Göttin aber nun mit Ostern zu tun? Die Germanen feierten ihr zu Ehren ein großes Fest im Frühling. Wie so oft bei der Christianisierung wäre der Name dieser Theorie zufolge also ein Übernehmen und Neuinterpretieren der vorchristlichen Tradition, mit dem Ziel, das Christentum so anschlussfähiger zu machen.
Die zweite Theorie kommt ohne Germanen, Göttinnen und vorchristliche Traditionen aus. Das Wort Ostern ist ihr zufolge eine direkte Abwandlung von Osten. Die Erklärung ist in diesem Fall, dass sich die Blicke der Frauen, die an Jesu leerem Grab standen, zunächst nach Osten, Richtung Sonnenaufgang richteten. Viele Kirchen sind daher nach Osten ausgerichtet, in einigen fällt das Licht der im Osten aufgehenden Sonne durch eine extra dafür ausgerichtetes Fenster auf den Altar. Ostern ist dieser Theorie zufolge als das östliche, also das morgendliche Fest.
Eine dritte Theorie kommt weitgehend ohne Osten aus. Dafür spielt ein Übersetzungsfehler eine Rolle. So soll aus der “Weißen Woche”, habdomada in albis auf lateinisch, das Adjektiv albis “weiß” irrtümlich mit “Morgenröte” übersetzt worden sein, auf Althochdeutsch eostarun.
Während die dritte Theorie noch an die ersten beiden anknüpft, baut die vierte Theorie auf ganz andere Voraussetzungen. Es handelt sich bei ihr um die jüngste und am wenigsten bekannte Erklärung. Der Professor für Namensforschung Jürgen Udolph leitet das Wort Ostern aus der nordgermanischen Wortfamilie ausa (gießen) und austr (begießen) ab. Eine vorchristliche Form der Taufe wurde demzufolge als vatni ausa (mit Wasser begießen) bezeichnet. Das Wort Ostern beziehe sich daher auf die Taufe.
Die meisten Theorien gehen also davon aus, dass ein Bezug zum Osten oder der Morgenröte besteht. Was ja inhaltlich durchaus einleuchtend wäre. Frei nach dem Motto: Jeder Morgen ist eine kleine Wiederauferstehung.









