Gemeindebrief der Evangelischen Gemeinde Pattaya
01.07,2026 Ausgabe 07.08/2026
Liebe Schwestern und Brüder in Christo,
mittlerweile sind wir mitten der sogenannten low season, die durchaus ihre angenehmen Seiten hat. Der Verkehr ist deutlich weniger und Pattaya insgesamt etwas ruhiger als in der quirligen Hauptsaison. Zuweilen profitiert der Expat von reduzierten Preisen in den diversen Farang-Restaurants und in den für uns relevanten Behörden geht es auch weniger hektisch zu. Unsere Ehrenamtler nutzen die Zeit für kürzere oder längere Aufenthalte in der “alten Heimat” und tanken Energie für die kommende Saison. Auch in unserem Begegnungszentrum geht es zwischen Juli und August etwas beschaulicher zu. Dennoch ist das BZP auch in der low season geöffnet und bietet ein reduziertes, aber dennoch interessantes Programmangebot an. Des Weiteren finden sich immer Gesprächspartner dort. Und selbstverständlich biete ich auch in den kommenden zwei Monaten unseren regelmäßigen Gottesdienst an. Ein Besuch im Begegnungszentrum lohnt sich deshalb immer.
Wir wünschen unseren Ehrenamtlern, Mitgliedern des Vereins und unserer Gemeinde, so wie allen Gästen und Besuchern des Begegnungszentrums, wo auch immer ihr sein möget, eine erholsame Zeit mit viel Lebensfreude und Gesundheit und eine stressfreie Rückkehr nach Pattaya.
Bleibt behütet und gesegnet, Pastor Peter
Unsere Frauengruppe auf Tour
Die Leiterin unserer Frauengruppe Eve hat wie schon im letzten Jahr wieder einen Ausflug organisiert und den nachfolgenden Bericht für unsere Leser verfasst:
Entdeckertour am 17. Juni 2026
Diesmal führte uns die Reise Richtung Osten in die Berge von Pong. Unser erster Halt war der mitten im Wald gelegene Wat Tham Khao Prathun (วัดถ้ำเขาประทุน) und ein ursprünglich von Wandermönchen gegründeter, schöner weißer Tempel begrüßte uns dort. Geht man weit genug in den Wald hinein,stósst man auf Treppen zwischen den Felsen und wenn man diese hochsteigt, findet man dort einen kleinen Felsen- Tempel.
Den nächsten Stop machten wir dann am kleinen Dorftempel Wat Khao Mai Kaew (วัดเขาไม้แก้ว), der sehr farbenprächtig ist. Wir hatten eine Spende vorbereitet. Unser Fahrer übergab dem dortigen Mönch eine von uns vorbereitete Spende. Nach dem gemeinsamen Photo erhielt jede von uns ein rotes Armbändchen mit 5 weisen Perlen.
Nachdem wir uns im We Story Café, ein sehr schöner Platz zum Rasten, gestärkt hatten,
besuchten wir noch den Winsdom Park. Das ist ein Freizeitpark für die ganze Familie mit vielen sportlichen Attraktionen und einem nostalgische Karussell. Auch wird durften damit einige Runden drehen, so dass wir zum Abschluss unseres schönen Tagesausfluges jede Menge Spaß hatten. Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder am Begegnungszentrum.
Unsere Frauengruppe organisiert in unregelmäßigen Abständen Nachmittagsausfluege in die nähere Umgebung. Bei Interesse wendet euch bitte direkt an die Organisatorin Eve: franke.ev@magenta.de
Das waren unsere Gottesdienste im Juni 2026
Unsere kommenden Gottesdienst im Juli und August 2026:
Humor I
Die Stasi verhört einen Kirchgänger: “Gibst du zu, dass du gerade in der Kirche warst?” - “Ja.” - “Gibst du auch zu, dass du die Füße von Jesus Christus am Kreuz geküsst hast?” - “Ja.” - “Würdest du auch die Füße unseres Genossen Honecker küssen?” - “Sicher, wenn er dort hängen würde!”
Humor II
Ein Mann geht zum Gottesdienst und lauscht der Predigt über die Zehn Gebote. Daraufhin beschließt er, endlich mal wieder zu beichten. ”Herr Pastor, ich habe gesündigt”, beginnt er. “Ich habe meinen Hut verloren und bin in die Kirche geggangen, um einen zu stehlen. Dann habe ich aber Ihre Predigt gehört und mich eines anderen besonnen.” - “Das höre ich gern, denn das Gebot “Du sollst nicht stehlen” ist ein Mächtiges.” - “Ja. Und das Beste kommt noch. Als Sie sagten, ‘Du sollst nicht ehebrechen’, ist mir auch wieder eingefallen, wo mein Hut liegt.”
Grüße aus dem Heimaturlaub
sendet unser Gemeinderat und Diakon Otto Roemer, der den Dom in Magdeburg und die Wartburg besucht hat.
Das ist einfach nur eine Schande!
In Berlin haben Islamisten auf einer Demo Kinder bei 40 Grad aneinandergebunden. Nun regt sich heftige Kritik. Die Polizeigewerkschaft fordert eine Gesetzesänderung, um solche Szenen künftig zu verhindern.
Nach dem „Aschura-Marsch“ von schiitischen Muslimen in Berlin mit aneinandergebundenen Kindern in der sengenden Hitze hat der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro, politische Konsequenzen gefordert. „Wir reden über Minderjährige, mitunter auch unter Zwölfjährige, die letztlich auch eine Terrorverherrlichung gemacht haben und etwas, was wir auf Berlins Straßen nicht wollen“, sagte er. Jendro hält es deshalb für dringlich, das Berliner Versammlungsfreiheitsgesetz abzuändern, um künftig ähnliche Vorfälle zu verhindern. „Wir haben ein sehr liberales Versammlungsfreiheitsgesetz, das öffnet aber eben Tür und Tor für Extremisten.“ Mittlerweile werde es für „Hardcore-Extremisten-Marketing“ missbraucht. Jedro erinnerte daran, dass es im April „Hinrichtungsszenen auf dem Alexanderplatz aus dem Milieu“ gegeben habe. „Ich erwarte jetzt auch wirklich eine politische Konsequenz. Das sind nicht nur Worte, die wir brauchen, sondern wir brauchen Gesetzesveränderungen, damit es nicht passiert“, sagte der GdP-Sprecher.
Die Demonstration am Samstag bei mehr als 40 Grad Hitze war als „Aschura-Marsch“ unter dem Motto der Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit angemeldet worden. Aschura gilt als wichtiges Trauerfest im schiitischen Islam. Dabei erinnern Gläubige an den Tod des von Schiiten verehrten Imam Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed. Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) kritisierte die Veranstaltung scharf und erklärte, Teilnehmer hätten sich zu Ikonen des islamistischen Terrorismus bekannt. Nach Darstellung des Vereins wurden bei der Demonstration unter anderem Bilder des getöteten Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah sowie des iranischen Religionsführers Ali Chamenei gezeigt.
P.S. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat erwartungsgemäß keine offizielle, eigenständige Stellungnahme zum „Aschura-Marsch“ in Berlin veröffentlicht. Man hält sich im woken rot-grünen Kämmerlein bedeckt, wird aber sicherlich rechtzeitig vor den anstehenden Landtagswahlen im Osten die Agitprop-Maschinerie wieder anwerfen.
Felix Nmecha: Wie der DFB-Profi zu Glaube und Religion steht
Felix Nmecha, eine der wenigen Lichtblicke in einer insgesamt enttäuschend aufgetretenen DFB Elf bei dieser WM, spricht öffentlich über Jesus, Bekehrung und Glauben. Sein evangelikales Bekenntnis begeistert manche Fans, stößt andere vor den Kopf – und macht Religion im Profifußball sehr sichtbar.
“Im Spiel sind wir Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder.” Das sagte Felix Nmecha nach Deutschlands WM-Auftaktsieg gegen Curaçao in ein ARD-Mikrofon. Er könnte auch über seinen persönlichen Erfolg sprechen, immerhin hat er das erste Tor für die deutsche Mannschaft im Turnier erzielt. Aber er wird vom Reporter zu einer Szene befragt, die sich nach dem Abpfiff abspielte: Im Mittelkreis stehen Spieler beider Mannschaften im Kreis, neben Nmecha auch DFB-Verteidiger Jonathan Tah, legen die Arme umeinander und beten. Felix Nmecha gehört zu einer wachsenden Zahl von Profifußballern, die ihren Glauben nicht als Privatsache behandeln. Während viele Sportler religiöse Überzeugungen höchstens in Danksagungen oder Jubelgesten andeuten, macht Nmecha daraus einen zentralen Bestandteil seiner öffentlichen Identität. “Ich bin ein Christ, der Fußball spielt”, sagt er über sich.
Nmecha beschreibt sich als “wiedergeborenen” Christen. Seine Aussagen kreisen oft um klassische evangelikale Kernbegriffe: Rettung, persönliches Heil, die Beziehung zu Jesus und die Überzeugung, dass menschliche Leistungen letztlich nicht ausreichen. Prägend wurde für ihn nach eigener Darstellung eine langwierige Verletzung während seiner Zeit bei Manchester City. Während Gleichaltrige den Sprung in den Profibereich schafften, musste er pausieren. Rückblickend bezeichnet er diese Phase als das Beste, was ihm bis dahin passiert sei. Nicht wegen der sportlichen Entwicklung, sondern weil sie ihm Zeit gegeben habe, seine Beziehung zu Gott zu intensivieren. “Fußball ist meine Leidenschaft, Jesus mein Fundament”, lautet eine weitere Aussage von ihm.
Nmecha ist mit diesem Selbstverständnis nicht allein. In den vergangenen Jahren haben sich internationale Netzwerke christlicher Fußballprofis gebildet, die soziale Medien gezielt nutzen, um Glaubensbekenntnisse zu verbreiten. Netzwerke wie “Ballers in God” oder “Fußball mit Vision” verbinden sportliche Vorbilder mit evangelikaler Kommunikation. Die Reichweite prominenter Sportler wird ausdrücklich als Möglichkeit verstanden, Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen. Wenn Nmecha nach einem WM-Spiel “Danke Jesus” auf Instagram schreibt oder in Videointerviews seine Bekehrungsgeschichte erzählt, ist es sein erklärtes Ziel, Menschen damit vom Glauben zu überzeugen. Öffentliche Religiosität ist in der Mediengesellschaft allerdings dann besonders sichtbar, wenn sie einen Eklat provoziert. Genau das ist bei Nmecha geschehen: Mehrfach sorgten von ihm geteilte Inhalte in sozialen Netzwerken für Kritik. Besonders Beiträge, die Kritiker als queerfeindlich werteten, sorgten für negative Aufmerksamkeit. Nmecha verteidigte sich damals mit Verweis auf seinen Glauben und betonte, Gottes Liebe gelte allen Menschen: “Ich hasse definitiv niemanden. Ich liebe alle Menschen.”
Die Kontroverse verweist auf ein grundsätzliches Spannungsverhältnis: Bestimmte Positionen, die in Teilen evangelikaler Milieus als Ausdruck biblischer Überzeugungen gelten, widersprechen gesellschaftlichen Werten von sexueller Vielfalt und Gleichberechtigung. Dazu kommen Verbindungen zu Akteuren aus evangelikalen Netzwerken, in denen Phänomene wie Wunderheilungen, Dämonenaustreibungen oder das sogenannte Zungenreden eine Rolle spielen – Praktiken, die außerhalb dieser Milieus häufig auf Skepsis stoßen und teilweise seit Jahren kontrovers diskutiert werden. Doch auch ohne diese Kontroversen würde Nmecha wahrscheinlich für Aufmerksamkeit sorgen. Felix Nmecha macht sichtbar, dass religiöse Überzeugungen auch in einer säkularisierten Gesellschaft nicht einfach verschwunden sind. In einer Sportwelt, in der viele öffentliche Äußerungen von Medienberater:innen geglättet werden, spricht er klar und unmissverständlich über seine Liebe zu Jesus Christus. Wer seinen Glauben so offensiv kommuniziert wie Nmecha, macht ihn zwangsläufig zum Gegenstand öffentlicher Debatten. Genau darin liegt seine Wirkung – und seine Reibungsfläche.
















