Gemeindebrief der Evangelischen Gemeinde Pattaya
01.01.2026 Ausgabe 01/2026
Liebe Gemeindemitglieder,
das Jahr 2025 liegt nun hinter uns und was aus meiner Sicht dazu zu sagen war, habe ich in meiner Botschaft zum Jahresende an Sylvester gesagt. Selbstredend werden wir auf alle Aspekte im Rahmen der anstehenden Mitgliederversammlung Anfang Februar vertiefend mit konkreten Zahlen und Informationen eingehen.
Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten auf die zweite Hälfte der Hauptsaison, die erfahrungsgemäß bis Ende März/Mitte April andauern wird. Mit der “Country Night” im Januar, der Karnevalsveranstaltung “Abenteuer in Rio” im Februar und der “Oldies Night” im März stehen noch drei weitere unserer beliebten Abendveranstaltungen auf dem Programm. Neben den beiden bereits angekündigten Gemeindeausflügen in die Provinz Chachoengsao und nach Ancient City im Januar, werden zwei weitere Tagestouren im Februar angeboten werden: nach Ayutthaya und eine weitere in der Provinz Chonburi. Ab dem 6.1. finden auch wieder die zahlreichen Kurse im Begegnungszentrum statt und an den Wochenenden gibt es wieder einige interessante Info-Veranstaltungen sowie natürlich auch weiterhin unsere gut besuchten Gottesdienste.
Ein Besuch im BZP lohnt sich immer. Also, man sieht sich im Begegnungszentrum!
Bleibt stabil und behütet, Pastor Peter Hirsekorn
Das war unser Gemeindeausflug zum Wat Arun nach Bangkok:
Dank an Rio für das schöne Video!
Das war unsere Weihnachtsfeier 2025:
Dank an Michael für das schöne Video!
Dunja Hayali, Adventsikone der Zivilreligion
Zu der Veranstaltung einer Stiftung in der evangelischen Sophienkirche (Berlin Mitte) ein Kommentar von Carl Victor Wachs [in: IDEA DAS CHRISTLICHE SPEKTRUM 52.2025].
In der Sophienkirche war in der Adventszeit etwas zu beobachten, das inzwischen zum Grundmuster kirchlicher Selbstverwechslung gehört. Auf Einladung einer Stiftung sprachen Dunja Hayali und Annette Schavan – wenig über Christus, sondern über das, was in diesen Räumen längst heimisch geworden ist: Politik, Befindlichkeit, Moral. Advent war an diesem Abend Kulisse, nicht Inhalt. Dunja Hayali beginnt ihr „adventliches Grußwort“ mit einer ehrlichen Bemerkung: Seit dem Tod ihrer Eltern sei sie nie länger als drei Minuten in einer Kirche gewesen; heute sei es länger gewesen, „das ist doch schon mal was“. Der Satz ist sympathisch, weil er nichts vortäuscht. Er markiert aber auch die Schieflage. Die Kirche borgt sich Authentizität von Menschen, die mit ihrer eigenen Botschaft nur lose verbunden sind.
Was dann folgt, ist kein adventlicher Impuls, sondern eine wohlvertraute Erregungs-Choreographie. Hayali spricht über das „Stadtbild“, über „Menschen mit Migrationsvordergrund“ und „viele Menschen, die unter Rassismus und Menschenfeindlichkeit leiden“. Sie verurteilt „rassistische, gewaltbereite Kräfte“, spricht von „wertem und unwertem Leben“, das Rassisten angeblich unterscheiden. Doch ein Wort fehlt vollständig: Lebensschutz. Wenn irgendwo in unserer Gesellschaft nach „wertem“ und „unwertem“ Leben unterschieden wird, dann an den Rändern des Lebens – im Mutterleib, im Pflegeheim, im Hospiz. Dass in derselben Republik Jahr für Jahr über 100.000 Kinder abgetrieben werden, bleibt in diesem moralischen Tableau unerwähnt.
Hayali beklagt den „verunglimpften Begriff der politischen Korrektheit“ und warnt vor dem „Wunsch nach Abschaffung der Demokratie“, der angeblich verbreitet sei. Die Redefreiheit werde in Deutschland „massiv ausgenutzt und strapaziert“. Dass diese Freiheit genau dafür existiert – für das Unsympathische, das Anstößige –, wird nicht erwähnt. Am Ende steht der unvermeidliche Appell: Jeder könne „ein Stück weit was verändern in dieser Welt“: „Bleiben Sie anständig.“ Es ist die säkulare Version der Ermahnung zur Tugend – nur ohne Beichte, ohne Gnade, ohne Gott.
Was Weihnachten (nicht) ist
Annette Schavan, ehemalige Bildungsministerin und Vatikanbotschafterin, versucht, den Abend theologisch zu rahmen – und verschiebt dabei das Zentrum noch ein Stück weiter. „Die Botschaft der Weihnacht“, sagt sie, „ist die Botschaft der abrahamitischen Religionen.“ Es gehe nicht um „diese oder jene Religion“, sondern um Zivilisation. Man wolle „Menschen erreichen, für die der 25. Dezember wichtig ist, aber die anderen 364 Tage genauso wichtig“. Der Satz ist freundlich, inklusiv – und in seiner Konsequenz verheerend. Wer Weihnachten zur allgemeinen Feier „abrahamitischer Werte“ erklärt, verabschiedet genau das, was Christen in diesem Fest bekennen: dass Gott Mensch wird, nicht als Metapher, sondern als Person. Wenn „es nicht um diese oder jene Religion geht, sondern um Zivilisation“, dann können wir das Christsein tatsächlich lassen. Der Abend war ein Lehrstück darüber, wie sich Kirche freiwillig aus ihrer eigenen Erzählung hinausmoderiert. Sie stellt den Raum, die Symbole. Andere liefern die Inhalte.
Statt Advent – Erwartung des kommenden Christus – erhält man ein Sammelsurium aus Rassismus-Bekämpfung, Demokratie-Appellen und Zivilisationsrhetorik. Alles ehrenwerte Themen. Nur: Dafür braucht es keinen Altar. Bemerkenswert ist, dass an diesem Abend offenbar niemandem auffällt, dass ein Name praktisch nicht vorkommt: Jesus Christus. Der, dessen Ankunft hier eigentlich gefeiert wird, bleibt Statist im eigenen Haus. Volles Podium, leeres Zentrum Vielleicht liegt genau hier die tiefere Krise. Die Kirche traut der eigenen Botschaft nicht mehr. Sie füllt ihre Räume mit prominenten Stimmen, um zu zeigen, dass sie „mitten im Diskurs“ ist. Doch je voller das Podium, desto leerer das Zentrum.
Am Ende bleibt ein Kreuz, das zwar noch hängt, aber semantisch entkernt ist – Anschauungsmaterial für eine Zivilreligion, die alle meint und niemanden rettet. Die Kirche muss sich entscheiden, ob sie Behelfsbühne für die demokratische Zivilreligion sein will – oder Haus des Gottes, der in Jesus von Nazareth Mensch geworden ist. Beides zugleich geht auf Dauer nicht.
Humor I
Ein evangelischer Pfarrer, ein katholischer Pfarrer und ein Rabbi kaufen sich neue Autos. Am nächsten Samstag ist Waschtag angesagt. Der evangelische und der katholische Pfarrer kippen einen Eimer Wasser über ihre Autos. Der Rabbi guckt sich das ganze nachdenklich an. Dann geht er in die Werkstatt, holt eine Säge und sägt ein Stück vom Auspuff ab. Seine Frau fragt: “Was machst du denn da?” Sagt der Rabbi: “Wenn die Zwei ihre Autos taufen können, dann kann ich meins auch beschneiden.”
Humor II
Ein Mann will wissen, ob Sex am Sabbat eine Sünde ist, denn er ist sich nicht sicher, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist. Also fragt er einen katholischen Priester nach seiner Meinung. Der Priester sucht lange in der Bibel und sagt dann: “Mein Sohn, nach einer erschöpfenden Bibelsuche bin ich sicher, dass Sex Arbeit und somit am Samstag nicht erlaubt ist.” Der Mann denkt sich: “Was weiß ein Priester schon vom Sex?” und geht zu einem evangelischen Pastor, einem verheirateten Mann. Doch von diesem erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit. Immer noch nicht zufrieden mit dieser Antwort sucht er weiter und befragt einen Rabbi. Dieser überlegt lange und sagt dann: “Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen.” Da fragt der Mann nach: “Rabbi, wie könnt Ihr euch dessen so sicher sein, wenn mir alle anderen erklären, dass Sex Arbeit sei?” Da antwortet der Rabbi leise: “Wenn Sex Arbeit wäre, würde meine Frau es das Hausmädchen machen lassen.”
Unsere Gottesdienste im Januar 2026:
Unsere Events im Januar 2017
ÖKUMENISCHES FRIEDENSGEBET 2026
Jesus Christus, Fürst des Friedens, du hast gesagt: ,,Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Mt 5,9). Für unsere verwundete Welt wenden wir uns an dich mit hoffnungsvollen Herzen. Inmitten der Konflikte, die Nationen spalten, inmitten des Hasses, der Völker gegeneinander aufbringt, inmitten der Kriege, die unschuldiges Blut vergießen, rufen wir dir zu: Lass dein Licht des Friedens in unsere Welt scheinen! Beschütze besonders die Familien, die vom Krieg auseinandergerissen wurden, und erwecke in uns allen die Fähigkeit zu lieben, zu vergeben und anderen die Hand auszustrecken. Heiliger Geist, ewiger Friedensstifter, du kannst Spaltungen und Hass überwinden. Wir bitten dich: Heile die seelischen Verletzungen und vereine, was zerstreut ist. Öffne die Augen all derer, die Unterschiede als Bedrohung sehen, und zeige ihnen die Schönheit menschlicher Solidarität. Mache jede Kultur, jede Religion, jede Sprache zu einem Instrument, das Einheit in Vielfalt befördert, und lass so auch uns zu Friedensstiftern werden. Amen.










