„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
„Fürchte dich nicht!“, genau 365 Mal finden wir diesen Satz in der Bibel. Einen für jeden Tag des Jahres. Wie ein roter Faden zieht er sich durch die ganze Heilige Schrift. Offenbar weiß die Bibel ganz genau, dass wir diesen Zuspruch immer wieder nötig haben. Denn Angst gehört zu den Grundbefindlichkeiten der Menschen. Jede und jeder von uns weiß, wie es ist, Angst zu haben. Wenn der Timotheusbrief, aus dem der heutige Predigttext stammt, gegen Angst und Furcht anredet und anschreibt, dann geht es nicht darum, die Angst einfach verschwinden zu lassen, denn wir wissen: das funktioniert so nicht. Es geht darum, der Angst die Grenzen aufzuzeigen. Ihr den Anspruch auf unser Leben strittig zu machen. Sie nicht überhand nehmen zu lassen. Denn das ist die Gefahr bei der Angst: Dass sie immer größer wird, dass man aus lauter Angst vor der Angst noch mehr Angst bekommt. Angst kann wie ein Gefängnis sein, in das wir uns einschließen und in dem wir keinerlei Ausweg mehr sehen können.
Reden wir mal drüber, gerne auch bei einer Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst. Wir freuen uns auf euren Besuch.


