„Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“
Gesetze sollen eine Hilfe für menschenwürdiges Leben und mitmenschliches Zusammenleben sein. Auch Gesetze zum Schutz eines Ruhetages für das Nachdenken über Gott und das eigene Leben. So war es immer vorgesehen. Für Jesus und seine Jünger war es der Sabbat, den es zu schützen galt. Aus der ursprünglichen Schutzfunktion aber waren für die jüdischen Gemeinden immer neue Gesetze erwachsen. Und aus ihrer Überwachung entstanden immer neue Gebote. Der Sabbat sollte geheiligt werden – unter allen Umständen. Jesus zeigt da einen Missbrauch auf, der uns heute doch keineswegs unbekannt ist. Immer neue Gesetze, vor allem aber immer neue Verbote schränken unser Leben und unsere Freiheit ein. Der Schutzraum, den sie eigentlich für jeden Menschen garantieren sollen, wird immer nachhaltiger eingezäunt und gleichzeitig immer enger.
Gottes Gebote, das will Jesus in Erinnerung rufen, haben alle eine Schutzfunktion. Leben soll geschützt werden – das eigene und das der anderen. Dass das Gebot, den Feiertag zu heiligen, Lebensmöglichkeiten schaffen und nicht verhindern soll, ist das Thema der heutigen Predigt.
Reden wir mal drüber, gerne auch bei einer Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst. Wir freuen uns auf euren Besuch.


